Sieg beim TriStar222 Sardinia
„SUUUUUUUUPPPPPPER – uns kamen die Freudentränen!“ Das ist wohl die schönste Nachricht, die ich gestern erhalten habe;-) Genauso war auch mein Rennen!
Vor dem TriStar222 Sardinia habe ich mein halbes Umfeld verrückt gemacht, da ich Bedenken hatte, mich so kurz nach dem Cologne226 in einem internationalen Feld behaupten zu können und mich auch wieder fit genug dazu fühlte. Aber meine Sorge sollte total unbegründet bleiben…
Pünktlich um 7 fiel der Startschuss und mit ihm ging auch die Sonne auf. In herrlichem azurblauem Wasser absolvierte ich die 2km Schwimmen in neuer persönlicher Bestzeit und gerade einmal 1min hinter meiner Teamkollegin Bella Bayliss! Nach 5km konnte ich dann zu ihr auffahren und wir machten unsere Scherze, dass es ja fast wie eine Trainingsfahrt sei, da wir die führenden Frauen waren und das Tempo bestimmten. Die ersten 40km blieben wir auch zusammen…jedoch merkte ich, dass ich Bella auf geraden Strecken überlegen war und da ich wusste, dass die nächsten 20km relativ flach sein werden, drückte ich was das Zeug hielt… Auf den folgenden 80km konnte ich 10min Vorsprung herausfahren – trotz eines kleinen Missgeschickes: als ich Wasser aufnahm, gab es nur normale Wasserflaschen und ich wusste nicht wohin damit. Also steckte ich sie in den Flaschenhalter, jedoch verblieb sie da keine 10s. Also musste ich die nächsten 45min ohne Getränk zurücklegen! Und das bei der Wärme – ufff. Aber es ging ja noch einmal gut;-) Ab Kilometer 170 wurde es dann richtig zäh – die Berge wollten kein Ende nehmen und am liebsten hätte ich mein Rad manchen Anstieg hoch geschoben;-) Aber irgendwie erreichte ich dann noch mit 5min Vorsprung die Wechselzohne – nach 200km und über 3000 Höhenmetern war mir eigentlich nicht mehr zum Laufen zumute. Nach 5km fand ich dann auch meinen Rhythmus, auch wenn mir Bella auf den Fersen war. Jedoch konnte ich meinen Vorsprung sogar etwas ausbauen und legte auch den besten Laufsplit des Tages hin! Überglücklich lief ich dann nach 8:15 über die Ziellinie und durfte meinen ersten Sieg auf internationalem Parkett feiern… Nur am Rande: damit war ich auch sogleich 9. Mann;-) und 15min vor dem geplanten Einlauf der Frauen im Ziel! Mein Dank gilt natürlich wie immer meinem Trainer Jo Spindler – dem ich den Sieg mit zu verdanken habe, unserem Chefcoach Brett Sutton und natürlich meiner kleinen Familie, die mich tatkräftig im Vorfeld und am Streckenrand unterstützt hat. Ein besonderes Dankeschön gebührt natürlich dem Veranstalter: auch wenn es das 1. Jahr für den TriStar in Sardinien war, fand ich es gut durchorganisier und eine sehr gelungene und liebevolle Veranstaltung! Ein Highlight ist natürlich die Landschaft gewesen – auch wenn ich nicht jeden Meter auf dem Rad genießen konnte, so doch wenigstens die Natur…
Vielen Dank auch an alle Daheimgebliebenen, die mir so fleißig die Daumen gehalten haben!
Diana Riesler Triathlonprofi







