Gut 500 Teilnehmer beim 42. Geraer Silvesterlauf

OTZ Gera, 02.01.2012, Bericht und Fotos: Jens Lohse

Mit gut 500 Teilnehmern beim 42. Geraer Silvesterlauf waren die Organisatoren mehr als zufrieden. "So viele hatten wir zuletzt bei der 39. Auflage 2008", strahlte Dr. Detlef Ebert im Zielbereich.

Gera. 110 Starter begaben sich zunächst auf den 20-km-Kanten, während die Läuferschlange über die 11 km, in die sich 355 Laufbegeisterte einreihten, kaum enden wollte. Selbst der 3-km-Lockerlauf vereinte mehr als 50 Teilnehmer, die allesamt das Flair des Silvesterlaufs schnuppern wollten.

Diesmal waren es so viele, dass zwischenzeitlich sogar die bereit gelegten Urkunden ausgingen. Schnellste Lockerläufer waren zwei Nachwuchskicker vom VfL 1990 Gera. Der elfjährige Jakob Müller, Mittelfeldspieler am Fuchsberg, verwies auf der langen Zielgeraden im Schlussspurt seinen Vereinskameraden Nick Pandorf knapp auf Platz zwei. Auch das schönste Kostüm des Tages war beim Lockerlauf zu finden. Die erst sieben Jahre junge Anna-Lena Frey aus Pausa war als mit Kugeln und Sternen geschmückter Tannenbaum nach Gera gekommen. "Die Mama hat das Kostüm gemacht", verriet die kleine Vogtländerin schon vor dem Start, nachdem sie sich mit einem ihr Glück bringenden Schornsteinfeger hatte ablichten lassen. "Von der Kostümwertung in Gera haben wir gar nichts gewusst. Wir wollten nur unseren Papa begleiten, der die 20 km absolviert. Und als der sagte, man darf hier mit Kostüm laufen, war Anna-Lena hellauf begeistert", ließ sich ihre Mama entlocken, die am Ende der Tochter den Vortritt lassen musste. Mit weißen Bademänteln und bunten Saunakappen hatten drei Geraer die 11-km-Distanz in Angriff genommen. Mario Stöhr, Michael Starkloff und Sven Martin wollten einfach Spaß haben. "Dazu haben wir uns erst in der Woche entschieden. Trotz des vermeintlichen Spaßlaufs war es ziemlich anstrengend. Auf jeden Fall haben wir nicht gefroren. Das war der Vorteil der Bademäntel", lachte Sven Martin im Ziel.

Bereits zum 33. Mal war Erhard Zorn beim Geraer Silvesterlauf mit von der Partie, verteidigte damit gemeinsam mit der Zeitzer Siegfried Bendel die Spitzenposition. "Ich bin nicht mehr der Schnellste am Berg und laufe nicht mehr, um zu gewinnen", flachste der 63-Jährige, der sich 35 Teilnahmen in Gera schon vorgenommen hat, aber eigentlich nur noch von Jahr zu Jahr planen will. Sportlich hielt der Silvesterlauf auf den langen Strecken einige Überraschungen bereit. Die Vorjahressieger über 20 km mussten sich diesmal mit Platz zwei begnügen. Sebastian Harz vom SV Hermsdorf verpasste seinen siebenten Erfolg. Dem gerade 18 Jahre alten John-Philipp Bartholomäi von den Halleschen Leichtathletikfreunden konnte der Holzländer im letzten Viertel nicht mehr folgen. "Bis 15 Kilometer sind wir zusammen gelaufen. Dann konnte ich mich absetzen und den Vorsprung bis ins Ziel halten", so der Hallenser, der 2010 beim Apoldaer Silvesterlauf nicht zu schlagen gewesen war. Sein Trainer hatte für die Feiertage vorgegeben, entweder zu trainieren oder an einem Silvesterlauf teilzunehmen, weshalb er sich für Gera entschied. Sebastian Harz war nicht sonderlich traurig. "Ich war hier so schnell wie noch nie, obwohl ich im Dezember noch gut zwei Wochen krank war. Dann kommt der siebente Sieg eben 2012", erzählte er. Katrin Puth stand über 20 km ebenfalls nicht wieder ganz oben auf dem Podest. Die gebürtige Jenaerin Diana Riesler lief vornweg. Die Deutsche Langstrecken-Meisterin im Triathlon vom WSV Bad Tölz, die Anfang September den Ironman Cologne für sich entschieden hatte, war vom Start weg nicht zu halten und bestritt ein einsames Rennen. "Ich habe bei meinen Eltern in Jena Weihnachten verbracht. Die Berge waren ziemlich anstrengend", verriet die 27-Jährige nach dem Zieldurchlauf. Für Katrin Puth war Platz zwei nicht tragisch: "Ich bin später als sonst in die Saison eingestiegen. Das merkt man. Ich habe anfangs probiert, dran zu bleiben. Aber es ging nicht." Zwei Geraer Siege gab es über die 11 Kilometer. Remo Reichel gewann ohne große Mühe bei den Männern. "Die Konkurrenz war heute nicht so stark. Ich habe immer mit Sebastian Seyfarth gerechnet. Ich habe locker begonnen, erst im zweiten Teil etwas mehr Druck gemacht. Die Zeit ist schlecht, aber egal der Sieg zählt", schätzte er ein. Auch für Astrid Hartenstein, die ihren sechsten Silvesterlaufsieg feierte und zum dritten Mal in Folge gewann, ging es nicht um die Zeit. "Ich habe es über die Feiertage ruhig angehen lassen. Es war keine Frau in meiner Nähe. Der Lauf war aber eine gute Crossvorbereitung", lautete ihr Resümee.

Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht

Tölzer Kurier, 22.12.2011

Bad Tölz - Die Deutsche Triathlon-Meisterin Diana Riesler verstärkt das Team TBB Germany von Joseph Spindler. Als Saisonziel legt die Tölzerin die Latte hoch: Erstmals möchte sie zur WM nach Hawaii.

Diana mit Joseph beim Training in der Tölzer Schwimmhalle, Foto: Arndt Pröhl

Bahn um Bahn spult Diana Riesler ab. Erst Schmetterling, dann Kraul, dann wieder Schmetterling. Bienenfleißig, ohne zu murren. "Zurück jetzt schneller! Arme kräftig durchziehen!" Joseph Spindler steht am Beckenrand und gibt seiner Musterschülerin kurze Anweisungen. Dann gleitet er selbst ins Wasser und nimmt das Training auf.

Der 37-jährige Tölzer ist Triathlet, Trainer und Manager des Team TBB Germany in Personalunion. Mit Diana Riesler hat er die derzeit beste deutsche Langstrecken-Triathletin unter seiner Obhut. Anfang September wiederholte die gebürtige Jenaerin ihren Vorjahressieg beim Ironman Cologne in Köln und krönte so ihr bislang erfolgreichstes Wettkampfjahr mit dem deutschen Meistertitel auf der Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen). Anfang Juli hatte sie in Klagenfurt ihre persönliche Ironman-Bestzeit (8:53 h) aufgestellt. "Die elftschnellste Zeit, die je eine Frau auf der Langdistanz aufgestellt hat", strahlt die zierliche 27-Jährige. Dagegen verblasst fast der DM-Titel über die Mittelstrecke aus dem vergangenen Jahr in Kulmbach.

Zur Rekordzeit der amtierenden Weltmeisterin Chrissie Wellington (8:18 h) sind es gleichwohl noch Welten. Um den Abstand zu verringern, ist Riesler aus Thüringen ins Oberland nach Ellbach umgezogen. "Das ist meine Wahlheimat", sagt Riesler, "fürs Rad- und Lauftraining ist’s hier optimal." Doch während der nass-kalten Jahreszeit liegt das Hauptaugenmerk auf den Indoor-Einheiten. Mit dem Renner wird die Rolle traktiert, im Sportstudio fließt der Schweiß auf dem Laufband, und das Tölzer Hallenbad könnte bald zum zweiten Zuhause der beiden Top-Triathleten werden. Denn bis zu zehn Einheiten umfasst der wöchentliche Feinschliff an Ausdauer, Technik und Schnelligkeit. "Bei drei bis sechs Kilometern pro Tag sind 25 Kilometer schnell beisammen", rechnet Spindler vor. Doch die hohe Schlagzahl müsse einfach sein, "weil dies unsere schlechteste der drei Disziplinen ist". Da kommt dem Duo das Sponsoring der Stadtwerke Bad Tölz sehr zupass. Rund 4000 Euro lässt Geschäftsführer Michael Hofmann in Form von kostenfreien Trainingszeiten im Hallenbad springen.

Derart gestählt wollen Riesler und Spindler im kommenden Frühjahr beim Ironman Südakrika in die Saison starten. "So früh im Jahr ist das eine gute Standortbestimmung", glaubt Spindler. Als Höhepunkt ist im Herbst die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii angehen. Dreimal schon war Riesler für das Highlight aller Triathleten qualifiziert. Nun, da sie ins beste Ausdaueralter kommt, geht die "Ironlady" die Herausforderung mit grimmiger Entschlossenheit an. Zweimal schon hat sie eine Langdistanz als Siegerin beendet, und sie zweifelt nicht daran, dass sie auch einmal auf dem Olymp der Triathleten auf Kailua Kona stehen wird. "Ich kann mich bis über die Schmerzgrenze hinaus schinden", zählt sie zu ihren Stärken. Eine weitere gibt sie auf ihrer Homepage preis: Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht. (Wolfgang Stauner)

Kämpferin durch und durch

VON HEINZ BÖTTGER, 02.08.11, 18:45h, aktualisiert 02.08.11, 20:56h
Diana Riesler
Beim Kärnten Ironman Austria fuhr die Merseburgerin Diana Riesler Streckenrekord auf der Rad-Distanz. (FOTO: DPA)
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MERSEBURG/MZ. Nach dem enttäuschenden Wettkampf in Frankfurt geht Diana Riesler nur eine Woche später beim Ironman in Großbritannien an den Start und gewinnt Silber. Die Sportlerin des Jahres 2010 des Saalekreises, die Triathletin Diana Riesler, kann sich in dieser Woche eine paar Tage der Erholung in Merseburg gönnen, bevor sie die nächste Saisonetappe mit neuen Trainingseinheiten vorbereitet. Zeit auch, um einen kurzen Blick auf die ereignisreichen letzten Wochen des Monats Juli zu werfen.

Im Vorfeld auf die Ironman-Europameisterschaft entschied sich der australische Coach Brett Sutton für einen Start seines Schützlings bei dem Kärnten Ironman Austria. Am Wörthersee liefert Riesler einen tollen Wettkampf ab. Besonders auf dem Rad, ihrer Schokoladendisziplin, konnte sie überzeugen. Mit 4:43 Stunden gelang ihr für die 180 Kilometer ein Streckenrekord. Dies war zudem die zweitschnellste Zeit, die eine Frau innerhalb eines Ironmans (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad, 42,2 Kilometer Lauf) bisher erreichen konnte. Nach dem Lauf lag die Merseburgerin auf dem Bronzeplatz. "Aber viel wichtiger war die Gesamtzeit. Mit 8:53 Stunden blieb ich das erste Mal unter der Neun-Stunden-Grenze", blickt Riesler zurück. "Eigentlich sollte das Ergebnis von Kärnten ein gutes Omen für den Ironman drei Wochen später in Frankfurt am Main sein", fügte sie an.

Doch es sollte anders kommen. Der 24. Juli sollte für die Triathletin, die beim internationalen TBB-Team unter Vertrag steht, ein rabenschwarzer Tag werden. Ein Kälteeinbruch - in der Mainmetropole herrschten gefühlte fünf Grad sowie Regen und Wind - ließen Rieslers Hoffnungen förmlich erfrieren. Nach der ersten Rad-Runde bei Kilometer 90 musste sie das Rennen abbrechen. "Ich konnte meine Trinkflasche nicht mehr greifen und auch den Schalthebel bekam ich nicht mehr unter Kontrolle", erinnert sie sich. Natürlich saß die Enttäuschung tief, denn Frankfurt sollte für die Merseburgerin eigentlich ein Saisonhöhepunkt werden.

Aber Riesler ist ein Kämpfertyp. "Kurz entschlossen entschied ich mich für einen Start beim Ironman UK (Großbritannien), der am 31. Juli in Bolton, in der Nähe von Manchester stattfand", blickt sie zurück. Aber nur dem Ausstieg in Frankfurt ist die erneute Höchstbelastung geschuldet. "Doch ich wollte mich rehabilitieren", hebt sie hervor. Und dies gelang bei herrlichem Sommerwetter eindrucksvoll. Als Zweite stieg sie nach 3,8 Kilometern aus dem Wasser. Diese hervorragende Ausgangsposition war ein Faustpfand für eine vordere Platzierung. Auf dem Rad setzte sich Riesler an die Spitze des Feldes. Mit zwölf Minuten Vorsprung ging sie auf 42,2 Kilometer lange Laufstrecke. Doch für Platz eins sollte es nicht reichen. Die aus Gera stammende Kristin Möller (startet für ein Team aus Abu Dhabi) übernahm bei Kilometer 35 die Führung und hielt sie bis zum Ende. Da half Riesler auch die persönliche Marathon-Bestzeit von 3:02 Stunden nichts. "Doch die erste Silbermedaille bei einem Ironman in 9:25 Stunden macht mir Hoffnung auf den ersten Sieg auf der Langdistanz", ist sie optimistisch.

Nun gilt alle Konzentration der Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in Köln am 4. September.

In der Heimat kurz auftanken

VON HEINZ BÖTTGER, 13.05.11, 22:00h, aktualisiert 13.05.11, 22:16h

MERRSEBURG/MZ. Nur wenige Tage zwischen Trainingslagern und Wettkämpfen bleiben der Saalekreis-Sportlerin des Jahres 2010, Diana Riesler, um im heimatlichen Merseburg Station zu machen und kurz zu verschnaufen. Ansonsten ist die Triathletin, die beim "The-Bike-Boutique-Team" (TBB) aus Singapur als Profi unter Vertrag steht, das ganze Jahr über weltweit unterwegs. "Da ich sehr bodenständig bin, freue ich mich aber immer riesig, wenn ich daheim bin. Ich genieße dann die Zeit mit meinem Mann Sebastian und pflege auch die Kontakte zu Freunden und Sportkameraden", berichtete sie am Wochenende am Rande des Geiseltal-Duathlons in Braunsbedra.

Die ersten Wettkämpfe des Jahres, die beide in Südafrika stattfanden, schloss sie recht erfolgreich ab. Beim Halbtriathlon (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) in East-London wurde sie Sechste, während im April beim Ironman (3,8 / 180 / 42) in Port Elisabeth der dritte Rang heraussprang. "Besonders mit dem letzten Wettkampf war ich sehr zufrieden, denn er hat gezeigt, dass mir die Volldistanz fast noch besser liegt."

Die Wettkampfplanung für dieses Jahr ist so gut wie abgeschlossen, nur für das zweite Halbjahr müssen noch einige Termine und Konditionen verhandelt werden. "Dies ist nicht unwichtig, wenn man Triathlon professionell betreibt", sagt Sebastian Riesler, der selbst als Amateur aktiv ist.

Bei den Wettkämpfen begleitet er seine Frau fast immer, ist dann an der Strecke das Mädchen für alles. Der Saisonhöhepunkt in diesem Jahr soll für die 26-jährige Merseburgerin am 24. Juli der Ironman Germany in Frankfurt (Main) werden. "Bei diesem Wettkampf, der als Europameisterschaft gilt, will ich beste Deutsche werden", sagt sie. Und dies ist ehrgeizig genug, wenn man weiß, dass die ebenfalls startende Sandra Wallenhorst aus Hannover die Europameisterin des letzten Jahres ist. "Die Neun-Stunden-Grenze in der Gesamtzeit muss ich bestimmt knacken", sagt Riesler. Derzeit liegt ihr Bestwert bei 9:10 Stunden.

Bis Frankfurt absolviert sie noch am 5. Juni in Kraichgau und am 3. Juli im dänischen Aarhus zwei Halbdistanz-Wettkämpfe. Und das aus dem vollen Training, denn in der nächsten Woche reist Riesler in die Schweiz, wo das TBB-Team ein zehnwöchiges Trainingslager absolviert. Auch in diesen Tagen, die sie noch in Merseburg verbringt, wird nach den Trainingsplänen des australischen TBB-Cheftrainers Brett Sutton hart gearbeitet.

Da sind die Kontakte zu den Sportfreunden ihres Heimatvereins, dem Triathlonclub Merseburg (TCM), eine willkommene Abwechslung. "Es ist schon etwas Besonderes, wenn man im Windschatten von Diana auf dem Rad einige Kilometer mithalten kann", sagt Heiner Kuhne, der stellvertretende TCM-Vorsitzender.

Auch beim Geiseltal-Duathlon bildete Riesler kurz entschlossen mit dem Merseburger Gastronomen Steffen Warias ein Mixed-Team, wobei Riesler die Rad-Distanz absolvierte. "Da ich im Endkampf einer Läuferin in Gentlemen-Manier den Vortritt ließ, wurden wir Zweite", meinte Warias augenzwinkernd. Riesler tat es ohnehin nicht weh, denn für sie stand der Spaß im Vordergrund. Für sie kommen die entscheidenden Wettkämpfe des Jahres noch.

Diana Riesler, Ehemann Sebastian und Hündin Laika entspannen sich bei einer kurzen Rast im Merseburger Südpark. (FOTO: PETER WÖLK)
Ball des Sports

Sportstars und Promis schwitzen auf dem Parkett

VON HEINZ BÖTTGER UND ANKE LOSACK, 20.03.2011

LEUNA/MZ. Der alljährliche Ball des Sports des Saalekreises erlebte am Freitagabend im Leunaer cCe-Kulturhaus seine 17. Auflage. Erfolgreiche Sportler, Ehrenamtliche, Vertreter aus der Wirtschaft und der Lokalpolitik trafen sich, um die beliebtesten Sportler des Saalekreises zu ehren.

Die Leser der Mitteldeutschen Zeitung hatten in den Wochen zuvor darüber abgestimmt, wer in sechs Kategorien, unterteilt in Nachwuchs- und Erwachsenenbereich, als Sieger und Platzierte am Freitagabend auf die Bühne gerufen wurde. Bis zur Bekanntgabe der Abstimmungszahlen blieb das Leservotum ein streng gehütetes Geheimnis. Auch ein Show-Block, gestaltet vom Tanzstudio Leuna-Merseburg und der Potsdamer Artistin Josephine, die mit Handstand-Äquilibristik und einer Hula-Hoop-Nummer begeisterte, steigerte die Spannung. Und diese war dem Präsidenten des Kreissportbundes Horst Moses, der den Ball zum letzten Mal als KSB-Chef erlebte, da er Ende des Monats auf eine Wiederwahl verzichtet, anzumerken. Landrat Frank Bannert (CDU) fand für ihn und seine 21-jährige Tätigkeit im Ehrenamt unter dem Beifall der Ballgäste noch einmal anerkennende Worte.

Bevor Moderator Ingo Hahne die Geheimnisse der Stimmenauszählung lüftete, meinte er: "Der Sport im Saalkreis ist nicht nur in der Breite gut aufgestellt, auch in der Spitze hat er hohe Qualität zu bieten." Und Hahne muss es wissen, denn als MDR-Sportreporter, der viel in der Republik unterwegs ist, kann er Vergleiche anstellen.

In den drei Erwachsenen-Kategorien zeigte das in diesem Jahr eingeführte Jury-Voting enorme Wirkung. Sowohl bei den Männern, Frauen und Mannschaften hatte die neunköpfige Jury eine andere Meinung als die Leser. Schade nur, dass die Sieger Diana Riesler (Frauen) und Kevin Künzel des Sports wegen ihre Ehrung nicht persönlich in Empfang nehmen konnten. So weilt die Triathletin derzeit im Trainingslager in Thailand, wo sie sich auf den Ironman Südafrika (3,8 km Schwimmen / 180 km Radfahren / 42 km Laufen), der am 10. April stattfindet, vorbereitet. Auch der Erstplatzierte bei den Herren, Boxer Kevin Künzel vom MSV Buna Schkopau, war verhindert. Er stand beim Halbfinalkampf des Chemiepokals im Ring und konnte dort am Samstag sogar für eine Überraschung sorgen, denn er gewann in seiner Gewichtsklasse die Traditionsveranstaltung.

Triathlon

Gelungener Saisonstart in Südafrika

VON HEINZ BÖTTGER, 30.01.11, 19:10h, aktualisiert 30.01.11, 20:30h(MZ Merseburg)
Diana Riesler
Diana Riesler bei letzten Dehnübungen vor dem Start über die Schwimmdistanz beim Ironman in Südafrika. Als Zehnte konnte sie danach auf das Rad steigen. Am Ende wurde die Merseburgerin Sechste. (FOTO: PRIVAT)
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EAST LONDON/MZ. Die Merseburger Profi-Triathletin Diana Riesler, die in der letzten Saison deutsche Meisterin auf der Mitteldistanz wurde, startete in das Jahr 2011 mit einem Trainingslager und einem Wettkampf beim 70.3-South-Afrika-Cup in East London (Südafrika). Der sechste Platz bei den Frauen entsprach zwar nicht ganz den eigenen Erwartungen, aber war in Anbetracht der hochklassigen Konkurrenz so schlecht nicht.

Die Reise nach Südafrika, wo man bei derzeit sommerlichen Temperaturen beste Bedingungen hat, war als Trainingslager zur Vorbereitung für die kommenden Wettkämpfe geplant. Der sich an das harte Training anschließende Wettkampf in East London, an der Küste des Indischen Ozeans, sollte eigentlich dazu dienen, den aktuellen Trainingszustand aufzuzeigen. In der Trainingsphase hatte man Wert darauf gelegt, sich auf die Saison-Wettkämpfe über die lange Distanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad, 42-Kilometer-Lauf) vorzubereiten.

Dies erleichterte den Start beim South-Afrika-Cup nicht gerade. "Es ist immer ein Risiko, wenn man direkt im Anschluss an ein intensives Trainingslager einen Wettkampf bestreitet", relativiert sie den erreichten sechsten Platz. Aber die neue Regelung für die Qualifikation zum im Oktober stattfindenden Ironman Hawaii macht es notwendig, mehr Rennen als in den letzten Jahren zu bestreiten. Bei den Einzelwettkämpfen werden Punkte vergeben, die für eine Hawaii-Startzulassung zählen. Die besten 20 Athleten der Weltrangliste sind automatsch qualifiziert. Die Zielsetzung für die laufenden Saison für Riesler ist zwar nicht in erster Linie Hawaii, sondern der Sieg eines Ironman. "Denn damit oder mit einer Qualifikation ist es leichter, einen laufenden Vertrag als Profi zu verlängern", weiß auch Riesler.

Beim Stelldichein von Weltklasse-Triathleten wie beim Ironman 70.3 South Africa (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen) hat man keine Chance auf eine Podiumsplatzierung, wenn man nicht vollständig regenerieren konnte. "Dies soll nicht als Ausrede dienen, aber die harte Trainingsarbeit machte sich doch bemerkbar", erklärte Riesler. Und der erreichte Platz sechs ist unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten. Auch Trainer Brett Sutton, der Riesler im The-Bike-Boutique-Team (TBB) betreut, sieht das so. Coach und Athletin schauen positiv in die Zukunft.

"Der Anschluss beim Laufen an die Weltspitze ist hergestellt, jetzt muss das Schwimmtraining Früchte tragen und das benötigt Zeit. Den zur Zeit fehlenden Druck auf dem Rad kriegen wir wieder hin, dann sollte in Zukunft einiges drin sein", meint der Australier. Zudem hatte Riesler in Südafrika gegen starke Konkurrenz zu kämpfen. So waren die amtierende Weltmeisterin Jodie Swallow, die mehrfachen Ironman-Gewinnerinnen Lucie Zelenkowa (Tschechien), Tine Decker (Belgien) sowie die Sonja Tajsich (Deutschland) am Start. "Hinter solch starken Frauen bei einem Halb-Ironman Sechste zu werden, ist keine Schande", so Rieslers Coach. Er sieht das größere Potential seines Schützlings sowieso auf der langen Distanz. "Da kann sie ihre Stärken besser zur Geltung bringen. Und in einigen Jahren könnte sie dort dominieren, denn sie ist erst 26 Jahre alt", ist Sutton überzeugt. Für den Triathlonsport ist dies noch sehr jung.

Nachdem Riesler aus Südafrika zurück ist, absolviert sie ihr tägliches Training wieder im winterlichen Merseburg. Ende Februar reist sie nach Thailand, um sich dort auf den nächsten Ironman vorzubereiten. Die Entscheidung, ob sie im April in Port Elisabeth (Südafrika) oder im Mai in Lanzarote (Spanien) an den Start geht, ist noch nicht gefallen

Drei Trainingseinheiten absolviert Diana Riesler täglich. Da das Radfahren derzeit nicht möglich ist, schnürt sie öfters die Laufschuhe. Auch das Schwimmtraining wird etwas intensiver betrieben. (FOTO: PETER WÖLK )

Auftakt der Wettkampfserie erfolgt wieder in Südafrika

erstellt 27.12.10, 16:03h, aktualisiert 27.12.10, 18:42h

 

MERSEBURG/MZ. Zu den erfolgreichsten Sportlerinnen des Saalekreises zählt ohne Zweifel die studierte Diplom-Forstingenieurin Diana Riesler. Die 26-jährige Merseburger Triathletin, die in diesem Jahr ihr Hobby zum Beruf machte, wurde u. a. Deutsche Meisterin auf der Halbdistanz.

Bevor sie am Silvestertag zum Start in das neue Wettkampfjahr nach Südafrika aufbricht, unterhielt sie sich mit unserem Mitarbeiter Heinz Böttger.

Das abgelaufene Jahr brachte für Sie einschneidende Veränderungen. Was gab es Neues?

Riesler: Im Januar bestritt ich in Südafrika meinen ersten Wettkampf des Jahres 2010. Über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21 Kilometer Laufen) belegte ich einen sensationellen fünften Platz. Nur zehn Minuten hinter der Weltspitze ins Ziel kommend ließ die Konkurrenz aufhorchen. Diese Platzierung gab den Ausschlag, um Kontakte mit dem Team "The Bike Boutique" (TBB) aufzunehmen.

TBB ist ein internationales Triathlon-Profi-Team mit Sitz in Singapur, das Athleten aus vielen Ländern der Welt unter Vertrag hat. Nach dem Ironman Australia, den ich Ende März noch in eigener Regie bestritt, startete ich ab April für das TBB-Profi-Team.

Welche Veränderungen brachte dies mit sich?

Riesler: Ich konnte danach das Know-how des Teams nutzen. Trainingspläne und -lager wurden abgestimmt. Sehr wichtig auch, dass die Finanzierung der Ausrüstung, wie zum Beispiel das teure Rennrad, von TBB übernommen wurde. Auch die Planungen der Wettkampftermine und -reisen liefen über das TBB-Team.

Wie gestaltete sich der weitere Saisonverlauf?

Riesler: Die deutschen Meisterschaften im Juni in Kulmbach brachten mir den endgültigen Durchbruch in die nationale Spitze. Immerhin wurde ich dort Deutsche Meisterin über die Mitteldistanz.

Auch der Ironman im Juli in Frankfurt am Main (gilt gleichzeitig als Europameisterschaft) war ein Höhepunkt. Über die Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 100 Kilometer Radfahren, 42 Kilometer Laufen) wurde ich bei den Profis unter den Frauen Vierte.

Damit war ich in der internationalen Spitze angekommen. Immerhin erreichte ich die beste Radzeit aller Starterinnen, was die Fachwelt doch verblüffte. Als bis dahin völlig Unbekannte konnte man mit meinem Namen nichts anfangen. Das war danach natürlich anders. Der Start über die Langdistanz im September in Köln brachte mir mit einer Spitzen-Gesamtzeit von 9:10 Stunden den Sieg.

Diesen sicherte ich mir auch auf einer verlängerten Mitteldistanz im Oktober in Sardinien. Besonders auf der Rad-Distanz (200 Kilometer), meiner Schokoladendisziplin, legte ich den Grundstein zum Erfolg.

Sie sind verheiratet. Ihr Ehemann Sebastian ist ebenfalls Triathlet aus Passion beim TC Merseburg im Amateurbereich. Wie bekommen Sie Familie und Profisport unter einen Hut?

Riesler: Fast bei allen Wettkämpfen ist Sebastian mit dabei. Er ist praktisch das "Mädchen für alles" als Betreuer, Radmechaniker und Streckenbegleiter. Auch im Haushalt hilft er tatkräftig.

Es ist schön, dass seine Arbeitskollegen von der Berufsfeuerwehr Halle viel Verständnis für sein Engagement haben und bei der Schichtplanung oft Rücksicht nehmen. Dafür gebührt ihnen mein Dank.

Wie geht es nun im kommenden Jahr sportlich weiter?

Riesler: Für das Jahr 2011 wird der Profivertrag für das TBB-Stammteam verlängert. Den Auftakt der Wettkämpfe bildet wieder der Start am 23. Januar in Südafrika. Zu Silvester werde ich bereits nach Südafrika reisen, Sebastian wird am 13. Januar nachkommen. Die Zeit bis zum Wettkampf ist ausgefüllt mit intensivem Training. Ein Podestplatz ist diesmal mein Ziel. Sicher nicht einfach, zumal ich so unbekannt nun nicht mehr bin. Ein weiterer Höhepunkt werden die Europameisterschaften im Juli in Frankfurt sein.

Bis zum Abflug nach Südafrika absolviere ich täglich drei Trainingseinheiten. Natürlich stehen aufgrund der Wetterlage Schwimmen und Laufen im Vordergrund.

TriStar222 Sardinia: Diana Riesler gewinnt Premiere

http://www.tri2b.com/stories/tristar222-sardinia-diana-riesler-gewinnt-premiere

René Penno für tri2b.com am 04.10.2010 - 07:59 Uhr

Diana Riesler hat am Sonntag die Premiere des TriStar222 Sardinia gewonnen. Die Merseburgerin aus dem Team TBB verwies Bella Bayliss (GBR) und Karin Gerber aus der Schweiz auf die nächsten Plätze. Den Sieg bei den Männern ging an den Dänen Esben Hovgaard vor Björn Andersson aus Schweden und den Briten Joel Jameson.

Diana Riesler, die vor vier Wochen die Cologne226 gewinnen konnte, hatte sich nach 60 Radkilometern an die Spitze gesetzt. Die behielt sie bis zum zweiten Wechsel und nahm fünf Minuten Vorsprung vor Karin Gerber und Bella Bayliss mit auf die Laufstrecke. Dort ließ Riesler nichts mehr anbrennen und siegte nach 8:16:47 Stunden überraschend deutlich vor Bella Bayliss (8:25:32) und Karin Gerber (8:33:56).

Im Rennen der Männer war zunächst Björn Andersson tonangebend. Nach 80 Kilometern auf dem Rad lagen die ersten Verfolger bereits elf Minuten zurück. Als das Terrain jedoch hügeliger wurde, kamen Esben Hovgaard und Joel Jameson immer näher. Während aber Jameson den Schweden auch beim Laufen nicht mehr erreichte, übernahm Hovgaard acht Kilometer vor dem Ziel die Führung und siegte nach 7:26:43 Stunden vor Andersson und Jameson. Dahinter belegten die beiden Österreicher Andreas Fuchs und Thomas Priglinger die Plätze vier und fünf.

http://www.becker-distribution.com/diana-riesler-gewinnt-tristar-222.html

Diana Riesler gewinnt Tristar 222

5. Oktober 2010 von blogger

Team-TBB-Mitglied Diana Riesler hat die Premiere des Tristar 222 auf Sardinien gewonnen. Nach 2km Schwimmen, 200km Radfahren und 20km Laufen konnte sie sich als erste Frau in die Siegerliste eintragen. Ihr folgte mit etwas Abstand ihre Teamkollegin Bella Bayliss. Diana konnte aber neben ihrem Sieg in der Damenwertung auch noch ein Top- 10-Ergebnis in der Gesamtwertung verbuchen und hat mit dem 9. Platzu  eine Menge Männer hinter sich gelassen.

Wir freuen uns, dass Diana nach dem 226 in Köln und der DM auf der Mitteldistanz dieses Jahr bereits ihr 3. großes Rennen gewinnen konnte!

Diana glücklich nach ihrem Sieg auf Sardinien