Diana und Sebastian Riesler vom TC Merseburg nehmen erfolgreich am Ironman 70.3 im südafrikanischen Buffalo City teil.
Strapazen unter heißer Sonne
VON MICHAEL HARTUNG am 23.01.2010
MERSEBURG/MZ - Große Zufriedenheit bei Diana und Sebastian Riesler und allen daheimgebliebenen Fans vom TC Merseburg. Gerade hatten beide den Ironman 70.3 im südafrikanischen Buffalo City hinter sich gebracht. Und beide konnten unter nicht ganz einfachen Wettkampfbedingungen ihre Zeiten aus dem Vorjahr gewaltig verbessern.
Zum zweiten Mal nach 2009 waren Diana und Sebastian Riesler in Südafrika am Start. Die Zielstellung für beide war klar: Diana wollte neben einer Zeitverbesserung vor allem den Leistungsunterschied zu den besten Triathletinnen verringern, Sebastian peilte die Fünf-Stunden-Marke an.
Nach dem Start hatten alle Teilnehmer zunächst mit der gewaltigen Brandung zu kämpfen, um überhaupt ins Wasser und zum Schwimmen zu kommen. Das Kraulen im welligen Wasser war äußerst kraftraubend. Nach einer guten halben Stunde und zwei geschwommenen Kilometern wurde man schließlich wieder an den Strand gespült. Der Auftakt des Rennens war gemacht, auch wenn die Zeiten aufgrund der äußeren Bedingungen generell schlechter als im letzten Jahr waren. Als zehnte Frau stieg Diana Riesler mit einer Minute Vorsprung auf Sebastian auf ihr Rad.
Gefahren wurde von London nach Berlin und zurück. Die Distanz zwischen den beiden südafrikanischen Städten beträgt 45 Kilometer. Auf der Hinstrecke geht es ordentlich bergauf, insgesamt sind 1 000 Höhenmeter zu erklimmen. Wer dachte, zurück geht es leichter, der musste sich vom herrschenden Wind eines Besseren belehren lassen. Diana Riesler rollte in ihrer Paradedisziplin das Feld von hinten auf. Mit der zweitbesten Radzeit im Frauenfeld blieb sie an diesem Tag sogar unter der alten Rekordmarke. Damit hatte sie sich bis an die dritte Position vorgekämpft.
Derart beflügelt nahm Diana Riesler den Halbmarathon im Sturm und absolvierte die 21 Kilometer in anderthalb Stunden. Auch wenn sie dabei noch von zwei Läuferinnen, unter anderem der späteren Siegerin überholt wurde, war sie mit ihrem fünften Platz überglücklich. Die Lücke zu den Top-Athletinnen ist fast geschlossen. Zu Platz drei fehlten nicht einmal fünf Minuten. In einem harten Wettkampf verbesserte sie ihre Endzeit um über 20 Minuten auf 4:47 Stunden. Unterdessen kämpfte Sebastian Riesler um die Fünf-Stunden-Marke, welche er aber denkbar knapp um drei Minuten verfehlte.
Nun werden sich beide noch ein wenig von den Wettkampfstrapazen erholen, ehe im März mit dem Ironman Australia der nächste große Wettkampf im Fokus der beiden Weltenbummler in Sachen Triathlon steht. Nach den positiven Erlebnissen von Südafrika soll dann die Qualkifikation für Hawaii her.
Diana Riesler Triathlonprofi







