Vierter Platz in Australien
MERSEBURG/MZ. Wieder einmal starteten Diana und Sebastian Riesler vom Triathlon Club Merseburg auf der anderen Seite der Erdkugel bei einem Ironman.
An der Ostküste Australiens erlebten sie eine der härtesten Herausforderungen im Triathlonsport überhaupt. Aber wer würde schon behaupten ein Ironman wäre ein Zuckerschlecken? Am Ende kamen beide mit guten Zeiten ins Ziel und wurden jeweils beste Deutsche im Wettkampf. Das Rennen war zu Ende und beide Rieslers glücklich. Das klingt viel einfacher und selbstverständlicher als es wirklich war, denn gerade hatten sie 226 Kilometer auf einem der schwersten Triathlonkurse ihrer sportlichen Karriere hinter sich gebracht. Und diese ist mit Stationen in Malaysia, Neuseeland oder auch Südafrika nicht gerade kurz. Das Schwimmen verlief chaotisch, um nicht zu sagen brutal.
Kein Wunder, wenn 1 500 Starter im Wasser auf den alles entscheidenden Startschuss warten, um sich dann mit wilden Kraul- und Beinschlägen schnellstmöglich freie Bahn auf dem knapp vier Kilometer langen Kurs zu verschaffen. Da ist die Mentalität der Australier sicher keine andere als hier unter den Sportlern in Europa. Trotz dieser Bedingungen schafften Diana und Sebastian eine Zeit deutlich unter einer Stunde.
Dementsprechend hochzufrieden und motiviert gingen beide die erste Radschleife an. Trotz des rauhen Asphaltes auf einer hügeligen und bergigen Strecke lief es für beide Merseburger ganz gut. Diana Riesler konnte sich Minute um Minute an die Spitze des Frauenfeldes heranfahren und war sogar auf dem Weg eine der besten Radzeiten des Tages hinzulegen.
Nach zwei Drittel der Strecke bekam sie jedoch von einem Offiziellen eine Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens. Berechtigt oder nicht: Die Regel sagt, dass man den Vordermann zügig überholen muss. In jedem Fall nahm ihr dieses Ereignis etwas von ihrem Elan, denn auf der letzten der drei 60-Kilometer-Schleifen büßte sie gut 20 Minuten ein. Aber auch Sebastian Riesler blieb von Strafen nicht verschont. Mit ein wenig Wut im Bauch blieb noch das Laufen als letzte Disziplin. Wie man es auch von Australien nicht anders erwartet, war es sehr warm. Nicht gerade ideal, wenn man aus dem langen deutschen Winter kommt. Doch Aufgeben kam nun nicht mehr in Frage. Diana machte einen richtig guten Lauf und kam knapp unter zehn Stunden als Vierte (9:57;04) in Ziel. Sebastian lief ähnlich stark. Für ihn blieb die Uhr nach exakt 10:14;44 stehen.
Auch wenn für beide nicht alles wunschgemäß verlief, so brachte der Wettkampf für die beiden besten Deutschen an diesem Tag wichtige Erfahrungen für den weiteren Saisonverlauf. Neben den Starts in der Landesliga von Sachsen-Anhalt stehen sowohl ein Ironman in Frankfurt, als auch in Regensburg noch auf ihrem Programm.
Diana Riesler Triathlonprofi







